China löst USA als größten Smartphone-Markt ab
Ein rasantes Wachstum erlebt derzeit der chinesische Markt für Smartphones. Im dritten Quartal dieses Jahres stiegen dort die Verkaufszahlen um satte 57 Prozent auf 23,9 Millionen Smartphones, berichten Marktforscher von Strategy Analytics. Damit hat China den bisher gr??ten Markt für Smartphones, die USA, abgel?st. Dort haben die Hersteller zwischen Juli und September 23,3 Millionen Ger?te abgesetzt – ein Minus von sieben Prozent.;
Allerdings k?nnte dies eine Momentaufnahme sein, denn viele potenzielle Kunden hielten sich mit K?ufen zurück, da Apple sein neuestes Modell iPhone 4S erst im Oktober auf den Markt gebracht hat. Analysten sind sich trotz dieses m?glichen Einmaleffekts einig, dass die Smartphone-M?rkte in den westlichen Industriestaaten allm?hlich die Phase der S?ttigung ansteuern und künftig Wachstumsraten von 18 bis 20 Prozent erreichen würden, so die Sch?tzungen des Analystenhauses Gartner für 2013. Ein immer noch ordentliches Wachstum, k?nnte man meinen. W?ren da nicht China und Russland. Beide L?nder sind ausgesprochene Boom-M?rkte und holen m?chtig auf – mit Wachstumsraten, wie sie Smartphone-Hersteller noch vergangenes Jahr im Westen gesehen hatten.
Die boomenden neuen M?rkte kommen haupts?chlich dem arg unter Druck stehenden Weltmarktführer bei Handys, Nokia, entgegen. In China ist der Ruf der Finnen nach wie vor intakt. Kein anderer Hersteller verkauft im Land der Mitte mehr Smartphones als Nokia: Insgesamt 6,8 Millionen Ger?te im dritten Quartal, was einem Marktanteil von rund 29 Prozent entspricht. Auf Verfolger Samsung entf?llt ein Marktanteil von 18 Prozent.
Unabh?ngig von den regionalen Betrachtungen attestieren Marktforscher dem “normalen” Handy kaum eine Chance, sie werden zum Auslaufmodell. In drei Jahren werden in Westeuropa so gut wie nur noch Smartphones verkauft, sagt Gartner voraus. Eine Entwicklung, die sich auch in den Schwellenl?ndern sp?ter einstellen wird.