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CSU-Innenexperte: Bundesweit in hundert Fällen Trojaner eingesetzt

October 24th, 2011 No comments

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Die Beh?rden von Bund und L?ndern haben in den vergangenen drei Jahren in gut hundert F?llen Spionagesoftware eingesetzt. Alle Sicherheitsbeh?rden zusammen h?tten seit 2009 etwa 35 Mal pro Jahr Trojaner genutzt, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), der “Osnabrücker Zeitung” vom Samstag. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verteidigte die umstrittene überwachung von Computern.

Bundesweit in drei Jahren in hundert Fällen Trojaner eingesetzt

October 19th, 2011 No comments

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Die Beh?rden von Bund und L?ndern haben nach Angaben aus Unionskreisen in den vergangenen drei Jahren in rund hundert F?llen die umstrittene Spionagesoftware eingesetzt. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), sagte der “Osnabrücker Zeitung” vom Samstag, dass alle Sicherheitsbeh?rden zusammen seit 2009 etwa 35 Mal pro Jahr Trojaner eingesetzt h?tten, “um verschlüsselte Kommunikation am Computer abzugreifen”. Allein Bayern habe in der Zeit bei Verdacht auf schwere Kriminalit?t 25 Mal Trojaner eingesetzt, dabei seien vereinzelt auch Screenshots, also Aufnahmen des Bildschirms, weitergeleitet worden.

Spähsoftware bundesweit in hundert Fällen eingesetzt

October 18th, 2011 No comments

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Die Beh?rden von Bund und L?ndern haben in den vergangenen drei Jahren in gut hundert F?llen Spionagesoftware eingesetzt. Alle Sicherheitsbeh?rden zusammen h?tten seit 2009 etwa 35 Mal pro Jahr Trojaner genutzt, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), der “Osnabrücker Zeitung” vom Samstag. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verteidigte die umstrittene überwachung von Computern.

Der Einsatz der Trojaner sei erfolgt, “um verschlüsselte Kommunikation am Computer abzugreifen”, sagte Uhl. Allein Bayern habe seit 2009 bei Verdacht auf schwere Kriminalit?t 25 Mal Trojaner eingesetzt. Dabei seien vereinzelt auch Screenshots, also Aufnahmen des Bildschirms, an die Ermittlungsbeh?rden weitergeleitet worden.

Das Nachrichtenmagazin “Spiegel” berichtet von mindestens 50 Trojaner-Eins?tzen, die es in den vergangenen Jahren bei den Sicherheitsbeh?rden gegeben habe. Danach habe das Bundeskriminalamt (BKA) seit 2010 in sieben F?llen Trojaner für eine Online-Durchsuchung genutzt, die sich gegen militante Islamisten richtete. In weiteren 20 F?llen habe das BKA die Sp?hsoftware für eine sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKü) verwendet, um Gespr?che, Mails oder Chats zu kontrollieren. Das Bundesamt für Verfassungsschutz nutzte Trojaner laut Bericht in vier F?llen, die Bundespolizei in einem und das Zollkriminalamt in 16 F?llen.

Uhl kritisierte eine “unverantwortliche Hysterisierung” der derzeitigen Debatte über die sogenannten Staatstrojaner. Der Unionspolitiker warf Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vor, Polizei und Staatsanw?lte seit Jahren im Regen stehen zu lassen. “Wir haben die Ministerin immer wieder darauf hingewiesen, dass die Ermittler beim Einsatz von Spionagesoftware in Strafverfahren in einer gesetzlichen Grauzone arbeiten.” Geschehen sei aber “absolut nichts”.

Leutheusser-Schnarrenberger griff ihrerseits den Koalitionspartner für seine Haltung in der Trojanerfrage an. “Rechtsstaatlich erschreckend ist die Sch?nrednerei, dass jede überwachung ohnehin nur die B?sen trifft”, sagte die Justizministerin der “FAS”. Sie forderte eine Sonderkonferenz der Innenminister von Bund und L?ndern. Die Innenminister wollen am Donnerstag über die Zukunft des Trojaner-Einsatzes beraten.

Am Mittwoch hatte die Bundesregierung den Einsatz von Spionagesoftware bei den Zollbeh?rden in 16 F?llen einger?umt. Einen Tag zuvor hatte Innenminister Friedrich die Bundesl?nder bereits aufgefordert, die zuvor vom Chaos Computer Club (CCC) enttarnte Spionagesoftware nicht mehr einzusetzen.

Spionagesoftware wird offenbar unzulässig eingesetzt

October 15th, 2011 No comments

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Eine von deutschen Ermittlungsbeh?rden eingesetzte Spionagesoftware verst??t nach überzeugung des Chaos Computer Club (CCC) gegen die rechtlich vorgegebenen Grenzen. Ein dem Verein zugespielter “Trojaner” weise Funktionen nach, die über das Abh?ren von Kommunikation hinausgingen, erkl?rte der CCC in Hamburg. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) bezeichnete den Vorgang als “beunruhigend”.

Nach Angaben des CCC handelt es sich bei der analysierten Software um ein Programm zur “Quellen-Telekommunikationsüberwachung” (“Quellen-TKü”), das ausschlie?lich für das Abh?ren von Internet-Telefonaten verwendet werden dürfe. Der jetzt analysierte Trojaner k?nne aber über das Netz weitere Programme nachladen, die wesentlich mehr k?nnten als Internet-Telefonate abh?ren: “Sogar ein digitaler gro?er Lausch- und Sp?hangriff ist m?glich, indem ferngesteuert auf das Mikrofon, die Kamera und die Tastatur des Computers zugegriffen wird.”

Diesen Formen der Online-Durchsuchung hat das Bundesverfassungsgericht mit einem Urteil vom Februar 2008 aber enge Grenzen gesetzt. Computer von Verd?chtigen dürften nur dann ausgeforscht werden, wenn “überragend wichtige Rechtsgüter” wie Menschenleben oder der Bestand des Staates konkret gef?hrdet seien, urteilten die Richter. In jedem Fall bedürften Online-Durchsuchungen einer richterlichen Genehmigung.

Trojaner k?nnen per E-Mail auf einen Computer eingeschleust werden. M?glich ist zudem, die Zielperson durch eine unverd?chtige Website anzulocken oder durch einen gezielten Internet-Angriff in den Computer einzudringen.

Die Untersuchung offenbarte nach Angaben des CCC zudem erhebliche Sicherheitslücken. Es sei für einen beliebigen Angreifer ohne weiteres m?glich, die Kontrolle über einen von deutschen Beh?rden infiltrierten Computer zu übernehmen.

Das Bundesinnenministerium bestritt, dass der fragliche Trojaner von einer Bundesbeh?rde wie dem Bundeskriminalamt eingesetzt worden sein k?nnte. “Was auch immer der CCC untersucht hat oder zugespielt bekommen haben mag, es handelt sich dabei nicht um einen sogenannten Bundestrojaner”, erkl?rte ein Sprecher. Im übrigen seien die zust?ndigen Beh?rden des Bundes und der L?nder jeweils eigenst?ndig für die Einhaltung der Vorgaben verantwortlich.

“Wenn die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts in der Praxis durch die Technik nicht eingehalten werden, verschwindet das Vertrauen der Bürger”, erkl?rte Leutheusser-Schnarrenberger. Die FDP habe immer vor den Gefahren staatlicher Schnüffelsoftware gewarnt. “Diese massiven Vorwürfe müssen aufgekl?rt werden”, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), dem Berliner “Tagesspiegel”.

“Offenkundig wurden vom Bundesverfassungsgericht vorgegebene Grenzen massiv verletzt”, erkl?rten die Grünen. Die Verantwortlichen von Innenministerium und BKA sollten im Innenausschuss des Bundestags schnellstm?glich angeh?rt werden. “Von den politisch Verantwortlichen für diesen Verfassungsbruch erwarte ich, dass sie auch pers?nliche Konsequenzen ziehen und zurücktreten”, erkl?rte der Linken-Innenexperte Jan Korte. Auch der Chef der Piratenpartei, Sebastian Nerz, forderte in der Zeitung “Welt” den Rücktritt der verantwortlichen Politiker sowie die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.