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Wirtschaftskriminalität belastet jedes zweite Unternehmen

October 29th, 2011 No comments

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Frankfurt/Main (dapd). Jedes zweite Unternehmen ist einer Studie zufolge in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalit?t geworden. 52 Prozent der teilnehmenden Firmen h?tten sich über Unterschlagung, Korruption, Datenklau und andere Delikte beklagt, teilte die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) am Dienstag mit. Demnach sank zwar die Zahl der betroffenen Unternehmen, die durchschnittliche Schadenssumme schoss aber in die H?he.

Im Zeitraum 2008 bis 2009 h?tten noch 61 Prozent der Unternehmen über F?lle von Wirtschaftskriminalit?t berichtet, sagte PwC-Sprecher Steffen Salvenmoser. Allerdings sei seitdem die durchschnittliche Schadensh?he auf 8,4 Millionen Euro gestiegen. In der vorangegangenen Studie habe der mittlere Verlust bei den Unternehmen pro Delikt bei 5,6 Millionen Euro gelegen.

Nach Angaben des Hallenser Rechtsprofessors Kai Bussmann, der die PwC-Studie mit erstellte, beteiligten sich an der Untersuchung 830 Unternehmen mit einer Besch?ftigtenzahl von meist über 1.000. Bei den befragten Firmen, darunter auch b?rsennotierte, sei ein “rasanter Anstieg” von Antikorruptionsprogrammen zu beobachten.

“Nur die Mittelst?ndler haben da noch mehr zu tun”, erkl?rte Bussmann. Der Strafrechtler führte diese Entwicklung auch auf die st?rkere Berichterstattung in den Medien über Bestechungsf?lle in Unternehmen zurück. “Marketingstrategien zerbr?seln, wenn man gerade an den Pranger gestellt wird”, sagte Bussmann.

Die Studienteilnehmer konnten auch angeben, welchem Unternehmen sie bei Complianceprogrammen – Richtlinien zu ethischen Standards – Vorbildfunktion zubilligen. 41,9 Prozent der Studienteilnehmer nannten nach PwC-Angaben dabei den Konzern Siemens, der in den vergangenen Jahren von mehreren Skandalen erschüttert wurde und danach grundlegende Besserung versprach. Als Vorbilder nannten die Studienteilnehmer demnach auch besonders oft Daimler (17,5 Prozent), Volkswagen (10,2 Prozent), die Deutsche Bank (neun Prozent) und BMW (8,3 Prozent).

Ein tats?chliches Ranking stelle diese Aufstellung nicht dar, sagte Bussmann, auch weil kleinere und weniger bekannte Unternehmen mit Antikorruptionsprogrammen in einer solchen Liste kaum auftauchen k?nnten. Au?erdem sei es den Teilnehmern gestattet gewesen, an diesem Punkt der Befragung das eigene Unternehmen zu listen. “Siemens wurde bevorzugt aus den eigenen Reihen genannt”, sagte Bussmann. PwC-Sprecher Salvenmoser resümierte, das Beispiel Siemens zeige, dass Unternehmen aus Bestechungsaff?ren auch gest?rkt hervorgehen k?nnten.

dapd

Auch Unternehmen sollen vor Abo-Fallen im Internet geschützt werden

October 25th, 2011 No comments

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Kochrezepte, Bastelanleitungen, Hausaufgabenhilfen, Musterbriefe oder sonstige Downloads: Abo-Fallen im Internet lauern auf vielen Websites. Nutzer laden Dokumente herunter oder registrieren sich auf zweifelhaften Portalen, die oft versteckt in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft münden. Die Anbieter locken meist mit der Aussage “kostenlose Registrierung”, was ungef?hr gleichzusetzen w?re, wie wenn ein Einzelh?ndler zum freien Eintritt in sein Gesch?ft einl?dt. Die Kosten werden oft verschleiert und in lange AGBs gepackt. Umso deutlicher dann die Rechnung, die wenige Tage sp?ter ins Haus flattert. Meist verlangen die Betreiber der Abo-Fallen Betr?ge unter 100 Euro, über das 14-t?gige Widerrufsrecht laut Fernabsatzgesetz werden die neuen “Mitglieder” selten aufgekl?rt. Welche Webseiten Abo-Fallen sind und mit welchen Methoden die Betreiber arbeiten, erf?hrt man ausführlich auf der Internetseite Abofallen.info. Es sind aber nicht nur Verbraucher, die oft in die Falle gehen.;

Auch viele Unternehmen sind Opfer zweifelhafter Abo-Betreiber im Netz. Das Problem: Für Unternehmen gelten andere AGBs als für Privatpersonen, beziehungsweise es gelten einzelne Schutzbestimmungen wie das Fernabsatzgesetz lediglich zwischen einer Firma und einer Privatperson, nicht aber für Vertr?ge zwischen zwei Firmen. Der Bundesrat will künftig den Schutz der Verbraucher vor Abo-Fallen auch auf Unternehmen ausdehnen. Grund für die Initiative des L?nderparlaments ist die Tatsache, dass auch Firmen Opfer unseri?ser Gesch?ftsmodelle sein k?nnen. In diesem Zusammenhang sollen auch die Informationspflichten der Inkassodienstleister verbessert werden. Denn aus den Rechnungen, die diese Inkassobüros an Firmen schicken, sind die Angaben über entsprechende Dienstleistungen oft nicht ersichtlich. Viele Firmen zahlen dann lieber die relativ geringen Betr?ge, statt Mahnungen oder Anwaltsschreiben zu riskieren. Der Bundesrat m?chte die Inkassofirmen gesetzlich zwingen, alle Informationen zu den wesentlichen Umst?nden des Vertragsschlusses in den Rechnungen zu nennen, aus denen die Berechtigung der Forderungen ersichtlich ist.

Unternehmen setzen auf IT-Sicherheit aus der Wolke

October 22nd, 2011 No comments

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IT-Sicherheitsdienste wie Schutz vor Viren, infizierten Webseiten oder Dateien, Mails oder die Authentifizierung von Nutzeranmeldungen k?nnen bequem über das Internet eingerichtet werden. Gerade viele Firmen, die eigentlich solchen internetbasierten Anwendungen eher kritisch gegenüberstehen, setzen immer mehr auf die “Cloud” statt auf Sicherheitssoftware, die auf allen in der Firma eingesetzten Ger?ten installiert und aktuell gehalten werden muss. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom bezieht bereits jedes sechste Unternehmen Sicherheitsanwendungen aus der Cloud. Mittelfristig rechnet der Bitkom damit, dass ein Viertel aller Unternehmen sich dem Bezugsmodell “Security as a Service” (SECaaS) ?ffnen wird. ;

Vorreiter dieses Trends sind Bitkom zufolge Unternehmen aus der Finanzbranche und dem Sektor IT-Dienstleistung. Hier setzt bereits jede dritte Firma auf SECaaS. Die Firmen in diesen Branchen seien Innovationen in der IT traditionell aufgeschlossener als Unternehmen aus anderen Sektoren. Allerdings gibt es auch eine stattliche Anzahl an Firmen, die auch künftig den Bezug von Sicherheitssoftware aus den Rechenzentren von IT-Security-Anbietern ausschlie?t.

IT-Sicherheit aus der Cloud ist auch für immer mehr Privatnutzer eine Option zu Sicherheitssoftware, die auf Rechnern installiert werden muss. Entsprechende Sicherheitsfunktionen bietet fast jeder Internet-Provider mittlerweile an. Virenschutz und Firewall sind zudem in Betriebssysteme integriert und für Nutzer kostenlos. Auch bislang wenig eingesetzte Sicherheitsfunktionen wie Datenverschlüsselung k?nnten als Cloud-Dienst einen Durchbruch erleben, meint der Bitkom.

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